Wochenende in Bildern, 24./25. Juni 2017

Samstag

Neulich schickte ich meiner Schwiegermutter Fotos von den Mädchen an einem Samstag Vormittag, an dem sie einfach gemütlich im Wohnzimmer abhangen. Sie fragte, was ich denn so mache. Die kurze Antwort: sauber. Little M möchte selbst essen und schaufelt Frühstückszerealien vom Joghurt ins Wasser und wieder zurück. Neben einem stolzen Leuchten in den Augen der Mutter bedeutet das vor allem wischen und waschen.

Natürlich machen wir auch andere Sachen. Es wird gemalt. Die Kleine übt Punkte und Striche. (Ich auch 😉 ).

Miss Bee malt ein Selbstporträt für den Kindergarten. Aus den Gemälden der Kinder soll eine Tasche für die Erzieherinnen gedruckt werden.

Ich gehe zum Pilates, und zum Yoga. Derzeit schaffe ich es selten ins Fitnessstudio, also wenn schon, denn schon.

Danach gibt es Nudeln für die Kinder und Reste für mich. Mr Handsome geht Laufen.

Wir machen einen kurzen Ausflug an den Teich und bestaunen die Enten.

Dabei sehen wir ein Schild: einer der privaten Gärten in der Nachbarschaft ist geöffnet.

Das lassen wir uns nicht entgehen. Es gibt viele schöne Blumen, tolle Blätter und sogar ein paar Spielgeräte für die Kinder. Wir essen Kuchen. Ist ja für einen guten Zweck (weiss leider nicht mehr, welchen).

Mr Handsome läuft Little M hinterher. Ich übe fotografieren.

Zum Abendessen gibt es Gemüsesuppe aus Ofengemüse, weil die gut zu den Überbleibseln aus der Gemüsekiste passt.

Die Kinder sind im Bett. Es gibt viel aufzuräumen. Dann machen wir es uns auf der Terrasse gemütlich.

Sonntag

Heute gibt es ein „typisch deutsches“ Frühstück, mit Ei, Marmelade und Käse. Bei uns eher eine Seltenheit.

Danach fahren Miss Bee und ich zu einem Kunstkurs. Seitdem Little M auf der Welt ist, verbringen wir wenig Zeit zu zweit. Obwohl sie sehr liebevoll und hilfsbereit ihrer kleinen Schwester gegenüber ist, gibt es Momente, in denen ich merke, dass sie es vermisst, meine volle Aufmerksamkeit zu haben. Der (kostenlose!) Kurs für Familien mit Kindern im Alter von 2 bis 6 gibt uns die Möglichkeit, gemeinsam etwas zu machen, das uns beiden Spaß macht. Auf dem Foto bereitet sie gerade ihr Zeichenheft vor.

Die dritte Session des vierwöchigen Kurses führt uns in Twickenham am Themse Ufer entlang, unter anderem zum Haus von Thomas Twining, dem Teehändler.

Entsprechend malen die Kinder mit Teewasser oder experimentieren mit dem Beutel.

Zu Hause mache ich uns als „Sonntags-Süß“, Eton Mess, ein Sommernachtisch mit Erdbeeren, Schlagsahne und Baiser.

Den Nachmittag verbringen wir im Garten und lesend und bastelnd im Haus.

Zum Abendessen gibt es heute einen Salat mit grünen Bohnen, Zucchini, und einem Tahini-Dressing. Die Kinder essen grüne Bohnen. Und Brot. Das geht immer.

Ich hoffe, Ihr habt ein schönes Wochenende gehabt. Mehr Wochenenden in Bilder gibt’s auf Susannes Blog Geborgen Wachsen.

Pippi-Langstrumpf-Tage für eine entspannte Familie

An manchen Tagen erscheint mir ein entspanntes Familienleben wie ein ferner Traum, die Vorstellung, zusammen eine schöne Zeit zu haben wie eine unrealistische Wunschvorstellung. Nach dem Wiedereinstieg in den Job wurde ich durch die Nicht-Vereinbarkeit von Job und Familie, Schlagmangel und Überreizung zu einer ziemlichen Spaßbremse. Ich vernachlässigte meine eigenen Bedürfnisse und, hätte ich nicht meinen Job an den Nagel gehängt, wäre ich wohl eher früher als später Burn-Out-Patientin geworden. Auch für die Bedürfnisse der Kinder gab es wenig Spielraum: Oft sagte ich ohne große Reflexion “Nein” oder „Wenn… dann…“ weil mir normales, kindliches Verhalten auf die Nerven ging. Meine Toleranz für Lärm lag etwa bei Null, die für Unordnung nicht viel höher.

Ganz der „Elternautomat“, wie Jesper Juul so schön sagt und ganz so wie ich nicht sein möchte. Die Vorstellung, meine Kinder mal einfach nur zu genießen, finde ich ausgesprochen schön und verlockend. Als mir das nicht mehr gelang, fand das Buch Die entspannte Familie: Wie man aus einer Mücke keinen Elefanten macht von Simone Kriebs den Weg auf meinen Nachttisch mein Tablet. Weiterlesen

Weniger Müll mit den fünf Rs: refuse, reduce, reuse, recycle, rot

Weniger Müll zu produzieren ist für mich in den vergangenen Jahren ein wichtiger Teil auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Familienleben geworden. Der rasante Anstieg unseres Abfallberges durch Wegwerfwindeln nervte mich, aber auch die Lebensmittelverschwendung und das elende „Wegwerfspielzeug“ aus Geburtstagstütchen und Co. Von einem abfallfreien Leben bin ich weit entfernt, aber die fünf Rs – refuse, reduce, reuse, recycle, rot – aus Bea Johnsons Buch Zero Waste Home Glücklich leben ohne Müll!: Reduziere deinen Müll und vereinfache dein Leben helfen mir dabei, unseren Abfall einzudämmen. Weiterlesen

Naturerleben reloaded

Wald und Wiesen können zu Angst- und Panikgefühlen führen. Nur ein kurzer Fussweg es von unserem Heim bis an die Themse. Dort gibt es ein Naturreservat, bewaldete Bereiche wechseln sich idyllisch mit Gras und Kräutern bewachsenen Bereichen ab. Idyllisch.

Bei meinen ersten Besuchen, kurz nach unserem Umzug im August letzten Jahres, meist in Begleitung der schlafenden M, bekam ich bei Spaziergängen regelrechte Panik. Das Blut schoss mir in den Kopf, das Herz raste. Nach mehr als 15 Jahren Innenstadtleben machten mir Menschenleere und Stille Angst. Weiterlesen

Gelesen im Mai

Wer Bücher für den Strandurlaub sucht wird dieses Mal wohl nicht fündig. Über herzlose Erziehung, Krebs und Sterben möchtet Ihr im Urlaub vielleicht nicht lesen. Eines der Bücher kann ich Euch trotzdem empfehlen.


Die meisten Menschen hoffen darauf, zu Hause im Kreise ihrer Lieben aus dem Leben zu scheiden und auf dem Sterbebett noch ein paar kluge Worte zu sagen. Die Realität sieht hier in England anders aus: über 50 % sterben im Krankenhaus und nur wenige Menschen im Hospiz. Der Gastroenterologe Seamus O’Mahony argumentiert in The Way We Die Now dass wir als Gesellschaft von Kontrollwahn und Individualismus so besessen sind, wir uns unserer Sterblichkeit nicht mehr stellen wollen. Weiterlesen

5 saucoole, megaeinfache Nachhaltigkeits-Hacks, die ich früher uncool fand

Nachhaltiger leben ist in vieler Hinsicht echt mühsam. Um verpackungsfrei einzukaufen muss man leere Glasgefäße weite Wege zum Unverpacktladen schleppen – und dann voll wieder zurück. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder besser noch zu Fuß. So wird der Einkauf zum Tagesprojekt. Im März regional und saisonal zu kochen bedeutet vor allem: Möhren, Möhren, Möhren. Flugreisen gehen nicht, Kaffee eigentlich auch nicht. Nachhaltig leben ist anstrengend und ziemlich spaßfrei – oder? Weiterlesen

Wochenende in Bildern, 27./28. Mai 2017

Wir hatten ein ganz ruhiges Wochenende mit kleinen Ausflügen in der Umgebung. Nächste Woche sind hier Schul- und Kindergartenferien. Ich glaube, wir sind wir alle urlaubsreif.

Samstag

Eigentlich möchte ich schon länger auf Kaffee verzichten. Doch um Viertel vor 6 ist es um meine Willenskraft nicht gut bestellt. Zum Essen finde ich es zu früh. Den Kindern stelle ich Joghurt und Müsli hin. Danach lesen und kuscheln eine Zeitlang, bis ich mich wieder wie ein Mensch fühle.

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