Wochenende in Bildern, 27./28. Mai 2017

Wir hatten ein ganz ruhiges Wochenende mit kleinen Ausflügen in der Umgebung. Nächste Woche sind hier Schul- und Kindergartenferien. Ich glaube, wir sind wir alle urlaubsreif.

Samstag

Eigentlich möchte ich schon länger auf Kaffee verzichten. Doch um Viertel vor 6 ist es um meine Willenskraft nicht gut bestellt. Zum Essen finde ich es zu früh. Den Kindern stelle ich Joghurt und Müsli hin. Danach lesen und kuscheln eine Zeitlang, bis ich mich wieder wie ein Mensch fühle.

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Wird man mit dem Aufräumen nie fertig?

Vor nunmehr zwei Jahren habe ich unsere Wohnung einmal komplett nach der KonMari Methode entrümpelt. Bin ich nun, wie Marie Kondo verspricht, für immer mit dem Aufräumen durch?

Ja, und nein.

Zu keinem Zeitpunkt könnte hier “Schöner Wohnen” vorbei kommen um für ihre nächste Ausgabe Fotos in der gesamten Wohnung schießen. Wir leben als Familie mit zwei kleinen Kindern zusammen, und das sieht man auch. Immer. Ein Platz für alles und alles an seinem Platz, ist die goldene Regel der Ordnung. Der erste Teil funktioniert hier gut, der zweite weniger. Unser Alltag funktioniert nicht so, dass ich jedes Teil sofort nach der Benutzung zurückstelle. Weiterlesen

Rabenmutter – oder einfach nur Mensch und Mutter?

Die Idee dahinter ist gut: Wir schreiben über das, was mit den Kindern nicht so läuft, wie wir oder die Kinder oder “die Gesellschaft” sich das vorstellen. Wer Rabenmutter ist, kann sich nun anonym (naja, bloggend) als solche outen, und darüber schreiben, was sie mit den lieben Kleinen alles verbockt.

Ist (ironische) Selbstbeschimpfung was Gutes?

Birgit, die die Blogparade ins Leben gerufen hat, schreibt auf ihrem Blog Muttis Nähkästchen häufiger mal darüber, was nicht rund läuft. Das gefällt mir. Ich finde, wir sollten das alle viel häufiger tun. Und ihr Beitrag hat ein Augenzwinkern. Trotzdem bereitet mir der Begriff Bauchschmerzen. Und ich möchte mich, trotz aller meiner “Fehler” nicht als Rabenmutter bezeichnen. Weiterlesen

Gelesen im April

Zugegeben habe ich seit meiner Schulzeit keine Poesie mehr gelesen. Zu der Qualität der Gedichte in Die Flügel meines schweren Herzens kann ich also wenig sagen. Was ich sagen kann, ist, dass mir der zweisprachige Gedichtband mit Werken arabischer Dichterinnen aus dem 5. Jahrhundert bis heute ganz wunderbar gefallen hat. Die Gedichte geben Einblick in die Lebensrealität der Dichterinnen, sie handeln von Liebe, Verlust, Tod, die zeitgenössischen vor allem über Krieg, Flucht und Exil. Weiterlesen

Zu Hause bleiben? Ja!

“I thought you are doing an amazing job”, sagt meine Vorgesetzte, als ich ihr meine Kündigung gebe. Sie ist überrascht, fand sie doch, dass ich meine Arbeit gut gemacht habe. Gleichzeitig ist sie verständnisvoll. Ihre Schwester ist vor wenigen Monaten an Krebs gestorben; sie kann nachvollziehen, dass sich meine Prioritäten durch die Krankheit verändert haben. Unter geht in dem Gespräch, dass ich auch und vor allem kündige, weil ich mittelfristig keine Aufstiegsmöglichkeiten in meinem Job sehe.

Ihr schriebt mir, dass ich die Antwort auf meine Frage, Zu Hause bleiben – ja oder nein?, schon wüsste. Letztlich kam die Klarheit durch das Schreiben, und dies öffentlich zu tun erhöhte den Druck, auch zu handeln. Seit Wochen quälten mich diese Überlegungen, weil ich aus vielen guten Gründen weiter arbeiten wollte. Weiterlesen

Wochenende in Bildern, 22./23. April 2017 – mit süßen Tierbildern

Samstag

Ausschlafen! Bis 8:30! Ich muss mich sogar beeilen, um rechtzeitig zum Sport zu kommen. Ich fühle mich wie im falschen Film, bis ich die Kinder nach ihrer Radtour um kurz nach 10 sehe.

Wochenende bedeutet bei uns auch Hausarbeit. Drei Maschinen Wäsche sind es heute.

Mr Handsome geht Laufen, Little M macht Mittagsschlaf, und ich lese Miss Bee vor. Bis ich Wäsche aufhängen will. Das gefällt Miss Bee überhaupt nicht, sie schreit so laut, dass sie ihre Schwester weckt. Die greint, weil sie unausgeschlafen ist.

Pasta wirkt in solchen Situationen manchmal ja Wunder. Leider bin ich nicht schnell genug: Little M reckt und streckt sich und zieht ihren Teller vom Tisch während ich ihn noch decke. Falls jemand fragt, warum ich für die Kleine Plastikgeschirr habe…

Die Portion der Kinder ist nicht so farbenfroh, aber Little M isst einige der Pilze, als sie bei mir auf dem Schoss sitzt.

Mehr Hausarbeit. Ich erinnere mich, dass ich meine Haare auch gern gestaubsaugt habe, und lasse Miss Bee machen.

Mittlerweile scheint die Sonne. Miss Bee und Mr Handsome gehen auf den nahegelegenen Jahrmarkt (freiwillig!). Little M und ich gehen an der Themse spazieren, unter der Flugbahn. Ich hätte lieber meine Ruhe, Little M findet „plane spotting“ super. Wir sind lange Draussen, üben Laufen, schauen Bäume an. Und Flugzeuge.

Das Abendessen soll schnell gehen. Wraps mögen alle.

Mr Handsome geht mit den Kindern ins Bett, nicht, ohne mich daran zu erinnern, dass er das zu Studentenzeiten ja auch gemacht hätte, nur sei er dann um dann um Mitternacht wieder aufgestanden, um auszugehen. Ich lese ein Buch über den Tod etwas Unterhaltsames.

Sonntag

Um kurz nach 6 stehe ich mit den Kindern auf. Ich mache Pfannkuchen zum Frühstück. Im Moment schaffe ich das selten, und so freuen uns alle daran. Also, wir Mädchen – nur der frühe Vogel fängt den Wurm.

Wir spielen…

…und lesen. Little M möchte auch vorgelesen bekommen, so dass Miss Bee mit ihrem Feenbuch zu Mr Handsome ins Bett krabbelt und Little M und ich ein Buch über Pinguine ansehen, bis ich zum Sport gehe.

Ich bin vom Sport ziemlich erschöpft und hätte nichts gegen einen weiteren ruhigen Tag zu Hause, doch Miss Bee möchte Tiere angucken. So bereite ich ein Picknick vor, und ruhe mich dann aus, während Little M schläft. Sie scheint sehr müde zu sein und schläft 2 1/2 Stunden. Das gibt mir Zeit, schon einmal mit diesem Beitrag anzufangen. Es ist fast 13 Uhr als sie aufwacht. Zur City Farm fahren wir trotzdem.

Zum Glück läuft alles reibungslos: der Bus kommt gleich, der Verkehr hält sich in Grenzen, und die Laune kippt erst spät.

Auf der Hounslow Urban Farm angekommen wollen beide Kinder picknicken (nicht, dass sie nicht im Bus schon pausenlos gegessen hätten…)

und dann auf dem Spielplatz bleiben. Ich überrede sie schließlich, sich doch ein paar Tiere anzusehen, und dann gefällt ihnen das auch gut.

Für Little M gibt es zudem aus nächster Nähe viele Flugzeuge zu begucken.

Als Dorfkind weiss ich, dass ein landwirtschaftlicher Betrieb anders aussieht. Spass macht es uns trotzdem.

Auf dem Nachhauseweg haben wir auch wieder Glück, es geht sogar noch etwas schneller. Dann vergesse ich aber, weitere Fotos zu machen. Ist vielleicht auch genug jetzt. Oder wollt Ihr noch mehr Wäschefotos? 🙂

 

Mehr Wochenenden in Bildern gibt es auf dem Blog Geborgen Wachsen.

Zu Hause bleiben – ja oder nein?

“Das mache ich normalerweise nicht” sagt S.. Ich sehe sie fragend an, verstehe nicht, was sie meint. Miss Bee drängt seit Tagen darauf, mit der Nanny zu sprechen. “S. bleibt nicht bei Little M, wenn sie einschläft, Mama. Sie geht nicht hin, wenn Little M weint.” Ein grosses Herz hat meine Kleine, mit ihren 4 1/2 Jahren. Sie weiß auch genau, dass ich nichts davon halte, Kinder alleine weinen zu lassen. “Normalerweise schaukele ich Kinder nicht in den Schlaf. Aber ich halte Little M, weil ich weiß, dass du es so willst. Gestern hat sie garnicht geschlafen. Miss Bee erzählt nur die halbe Geschichte.”, sagt S.

Wieder ein Gespräch zwischen Tür und Angel. Ein Blick auf die Küchenuhr, ich muss los. Ein weiterer Blick zu Little M, tränenüberströmt, sie beginnt immer zu weinen, wenn S. zur Tür herein kommt. Weiterlesen