Kategorie: Einfachheit

Gedanken zwischen Umzugskartons

 

Kaum zu glauben, dass wir vor sieben Jahren mit ein paar Koffern umgezogen sind, sagt mein Mann, während er auf die Umzugskartons starrt. 26 sind es bis jetzt, und wir sind noch nicht fertig.

Ob das, was wir besitzen, nun viel oder wenig ist für eine 4köpfige Familie in West Europa weiß ich nicht. Wenn ich Nerven wie Drahtseile hätte, wäre dies eine gute Gelegenheit, unsere Dinge zu zählen, doch mit zwei Kindern ist es aufwändig genug, überhaupt Kisten zu packen.

Was mir auffällt

Ich kann mühelos fünf Kisten Spielzeug einpacken ohne dass wir es beim Spielen merken. Miss Bee malt, klebt, bastelt. Alle anderen Dinge werden phasenweise aus dem Regal heraus geholt. Little M hat ein kleines Körbchen mit Spielsachen, doch auch bei ihr merke ich, dass sie bereits zu viel zum Spielen hat. Weiterlesen

Von der #Konsumauszeit zu #KonsumEntscheidet

Ein Gefühl der Befremdlichkeit, als ich am Samstag Nachmittag in das nahe gelegene Einkaufszentrum gehe, um eine neurodermitistaugliche Hautcreme für Miss Bee zu kaufen. Besagtes Einkaufszentrum ist von der trashigen Sorte: Filialen einer Reformhauskette, Handyläden, ein Sportgeschäft, zwei 1-Euro-Läden Äquivalente, ein Supermarkt, von dessen Besuch mich der penetrante Brathähnchengeruch immer abhält, und ein muffiger Charityshop. Kettenrestaurants. Und die Drogerie, in der ich die konventionelle Hautcreme suche, die im letzten Winter die schuppige Haut heilte, nachdem eine die Öko-Wind- und Wettercreme uns im Stich lies.

Vielleicht liegt es an meiner schwangerschaftsbedingten Müdigkeit, vielleicht am Licht, das ob des schummerigen Dämmerlichts draußen grell und laut ist, aber all das kommt mir so befremdlich vor. Ich schau mir die Läden an, und frage mich, wer all das will, all das zu brauchen meint, all das kaufen soll.

Vom Essen im Müll und moderner Sklaverei

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Fertig aufgeräumt – und nun?

Die Sequenz der letzten Yogastunde konzentrierte sich auf Variationen von Natarajasana, dem tanzenden Shiva. Während wir unsere Herzen öffneten und schwitzen, erklärte die Yogalehrerin, dass der Tanz Shivas ein Akt der Zerstörung sei. Im Hinduismus gibt es die Idee eines wiederkehrenden Zyklus, in dem die drei Hauptgötter die Welt gestalten. Brahma ist der Schöpfer des Neuen, Vishnu der Bewahrer des Bestehenden und Shiva der Zerstörer oder Wandler. Es sei oft schmerzhaft, das Alte gehen zu lassen, doch ebendiese Zerstörung sei notwendig, damit etwas Neues entstehen kann.

Ausmisten ist zerstören

Während der großen KonMari Aktion sah es in unserer Wohnung manchmal so aus, als ob eine tanzende indischen Gottheit zu Besuch ist. Jetzt ist das Alte ausgeräumt und die Grundordnung vorhanden, die ich vorher vermisst habe. Ich habe in den vergangenen Wochen Vieles losgelassen, was mir nicht mehr dienlich war. Das war oft leicht, weil ich zum Loslassen bereit war, und manchmal schwer. Mit dem Ausmisten bin ich fertig. Und jetzt? Weiterlesen

Die Tyrannei ungelesener Bücher

Bücher wegschmeißen? Das kann Marie Kondo nicht ernst meinen. Doch nach der Kleidung geht es den Büchern an den Kragen. Weiter also im Selbstversuch.

Ich liebe Bücher. Meine Teenagerjahre habe ich hauptsächlich lesend verbracht, die mich aus der öden, nebeligen Norddeutschen Provinz in ferne Welten transportierten. Bücher brachten neue Gedanken und andere Lebensperspektiven entgegen der dörfliche Engstirnigkeit.
Mich interessieren viele Themen, und Bücher helfen mir zu lernen. Im Bett ein Buch zu lesen ist für mich die ultimative Entspannung.
Oder eher: war.
Heute lese ich hauptsächlich „Ich bin die kleine Katze“ und die vier Bücher aus der Bunny & Bee Reihe. Ich selbst schaffe vielleicht 2 (Erwachsenen)Bücher im Monat – in guten Monaten.

Ungelesene Bücher sind meine physische To Do Liste
Aber können Bücher wirklich Gerümpel sein? Weiterlesen

Im Kleiderschrank mit Marie Kondo

Wann immer ich etwas vor Miss Bee in Sicherheit bringen will, werfe ich es in den Kleiderschrank, auf das Regalbrett unter der Kleiderstange. Hier sind Dinge (noch) sicher vor ihr, hinter der einzigen Tür im ganzen Haus, die sie nicht allein auf machen kann. Das ist der Vorteil dieser Methode. Der Nachteil ist, dass meine Kleider sondern in der Regel nicht hängen auf ein Haufen aus musikalischen Geburtstagskarten, dem Fön, halb eingepackten Geschenken, Kugelschreibern und Lippenpflegestiften liegen – trotz regelmaessiger Aufräumaktionen.

Aufräumen nach Kategorien, nicht zimmerweise
Ob Marie Kondo mir helfen kann? Die Autorin des Buches Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert meint, dass eine einmalige Entrümpelungsaktion ausreicht um mich zu einem besseren ordentlichen Menschen zu machen. Weiterlesen

Lebensverändernd aufräumen – Marie Kondos Magic Cleaning Methode

Tidy a little a day and you will be tidying forever. – Marie Kondo

 

Wenn mir eines Angst macht dann die Vorstellung, bis an mein Lebensende Aufräumen zu müssen. Ich wünsche mir, in meinem Heim einen Zustand zu erreichen, in dem ich mir keine Gedanken mehr um das Ausmisten machen muss. Marie Kondo, Autorin des Buches Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert* verspricht mir genau das. Sie prophezeit mir auch, dass ich mir dem graduellen Ausmisten nie an diesen Punkt gelange.

Vielleicht ist die KonMarie Methode für Euch ein alter Hut – ich hatte immer mal wieder von dem Buch gelesen, es aber erst jetzt gelesen.

Dem Gerümpel kurzen Prozess machen

Die Methode sieht vor in einem relativ kurzen Zeitraum (ein halbes Jahr) das eigenen Heim gründlich und in einer ganz bestimmten Reihenfolge auszumisten. Dem Gerümpel kurzen Prozess zu machen führt dazu, dass wir eine komplette Verwandlung unseres Heims erleben, die wiederum zu einer Transformation unserer Denkweise führt. So ist es möglich, von da ab an für immer ordentlich bleiben. Weiterlesen

Mein einfacher Kleiderschrank im Winter

Letzte Woche stellte ich meine minimalistische Garderobe aus 33 Kleidungsstücken zum dritten Mal zusammen. Mittlerweile fühlt sich dieser Prozess einigermaßen normal an. Bahnbrechende Erkenntnisse gibt es heute mal keine. In drei Monaten ist das erste Jahr um, eine bessere Zeit, das Projekt Revue passieren zu lassen. Die Liste meiner Kleidungsstücke möchte ich gern mit Euch teilen.

Mehr zu meinem Projekt333:
Wie alles begann
Die Panik vor dem ersten Mal
Mein einfacher Kleiderschrank
SommerRückblick und WinterGarderobe

Meine minimalistische Wintergarderobe:

  1. Blaue Jeans (Bootcut)
  2. Blaue Jeans (Skinny)
  3. Blaue Jeans (straight)
  4. Hose (braun/blau gestreift)
  5. Hose (schwarz)
  6. Jeansrock
  7. Rock (schwarz)
  8. Stiefel (schwarz)
  9. Stiefel (braun)
  10. Halbschuhe (hellbraun)
  11. Ankleboots (grau)
  12. Pumps (schwarz)
  13. Baumwollkleid (rot)
  14. Cashmerekleid (beige)
  15. Kleid (schwarz/weiss)
  16. Pullover (rot)
  17. Baumwollpullover
  18. Strickjacke (rot)
  19. Strickjacke (schwarz)
  20. Langarmshirt (rot)
  21. Langarmshirt (schwarz)
  22. Bluse, weiss
  23. Bluse, blau
  24. Bluse, blau, weiß gepunktet
  25. Eulen-Shirt, grau
  26. T-Shirt (weiss)
  27. Mantel (blau)
  28. (Regen)Jacke (schwarz)
  29. Trenchcoat (schwarz)
  30. Schal
  31. Mütze
  32. Strumpfhosen
  33. Handtasche

Inspirationen und mehr über das Project333 findet Ihr hier: http://theproject333.com/