Back-to-good-habits Check

Im September hatte ich mir vorgenommen, einige gute Gewohnheiten wieder ein zu üben, die ich im schönen Sommer etwas aus den Augen verloren hatte.

Hier ein kurzes Update:

  1. Abendroutine: Nun ja. Von allen Vorhaben habe ich dieses wohl am Wenigsten verwirklichen können. Ausreichend Schlaf zu bekommen ist wichtig für mein Wohlbefinden, doch derzeit macht mir mein TeilzeitBrotJob einen Strich durch die Rechnung. Willkommen im Kampf Leben vs Vorsätze:
    Statt mich meiner Abendroutine zu widmen beantworte ich im Moment abends Arbeits-E-mails. Das verbraucht zwar nicht sonderlich viel meiner Hirnkapazität, doch im Idealfall würde ich lieber etwas anderes machen, und vor allem den PC abschalten (Mittags gelingt mir das übrigens gut und ich entspanne mich ohne Bildschirm). Das Projektende ist abzusehen, doch durch die nächsten sechs Wochen muss ich jetzt einfach mal durch. Delegieren geht nicht, die Konsequenzen des Nicht-Machens will ich nicht tragen. Also Augen zu und durch.
  2. Putzplan: Wieder eingeführt, aber nicht in jeder Woche alles erledigt. Was soll ich sagen? Das Wetter ist zu schön zum Putzen. Andere Sachen sind mir wichtiger. Ein gewisses Grundchaos ist mit Kind nicht zu vermeiden. Gut, dass ich nicht besonders pingelig bin. Dafür habe ich das Zimmer von Miss Bee und das Badezimmer einmal gründlich aufgeräumt; ist auch was.
  3. “5 am Tag”: Im September habe ich es wieder geschafft, unsere Mahlzeiten zu planen und somit mehr frisches Gemüse in unseren Alltag bringen. Ob ich die berüchtigten “5 am Tag” geschafft habe weiss ich nicht, da ich nicht systematisch erfasst habe. Gefühlt gibt es immer noch zu viele Süßigkeiten und zu viel Brot. So ganz wohl fühle ich mich damit nicht. To do im Oktober: Essenstagebuch ausprobieren.
  4. Bewegung: Zwei Mal die Woche Yoga – check. Erstaunlicherweise am Einfachsten umzusetzen, sobald ich meine inneren Barrieren überwunden hatte (Ich bin eine Rabenmutter, weil mein Baby alleine einschlafen muss und eine miserable Partnerin, weil ich meinen armen Mann nach einem langen Arbeitstag nicht entsprechend umsorge). Wer hätte gedacht, dass Miss Bee sich auch ohne großen Protest vom Papa ins Bett bringen lässt, wenn ich nicht da bin? Wie das am Besten geht muß er vielleicht noch lernen. Und ich glaube, er geniesst es, danach ein bisschen Zeit für sich zu haben. Also gehört ein Abend in der Woche jetzt dem Yoga. (Die zweite Einheit mache ich am Wochenende). Es kostet mich Überwindung, auf das Abendessen zu verzichten und statt dessen noch mal aus dem Haus zu gehen, aber es tut mir wahnsinnig gut. „Yoga ist Meditation in Bewegung“ sagte der Lehrer gestern und so half mir die regelmäßige Yogapraxis auch, die letzte Gewohnheit zu implementieren:
  5. Kurzmeditation: Zum Glück sind Yoga und Meditation so eng miteinander verknüpft. Yoga hilft mir, das Thema Meditation generell etwas präsenter in meinem Leben zu haben. So habe ich es geschafft, fast jeden Tag vor dem Schlafengehen kurz zu meditieren. Manchmal war ich zu faul, die Eieruhr aus der Küche zu holen, daher waren es wahrscheinlich nicht immer fünf Minuten. Fazit: Ausbaufähig.

Gelernt: Als ich mich fragte, inwieweit ich meine Vorsätze erreichte fiel mir auf, dass ich diese Frage aus dem Bauch heraus beantworten muss. Insgesamt fühle ich mich wieder etwas mehr in guten Routinen aufgehoben, doch vielleicht würde ich mich besser fühlen, wüsste ich genau, wo ich stehe. Ich möchte systematischer erfassen, was ich geschafft habe, und was nicht. Gretchen Rubin hat ja ihre „Resolution Charts“. Vielleicht bräuchte ich so was auch.

Wie überprüft Ihr, ob Ihr hinsichtlich eines Vorhabens/ einer Challenge etc Fortschritte macht? Über Kommentare oder Mails freue ich mich sehr. 

2 Kommentare

  1. Einen Putzplan bräuchte ich dringend auch. Allerdings machen mir meine komischen Schichten einen Strich durch die Rechnung. Und das betrifft leider auch alle anderen Regelmäßigkeiten, da ich keine wöchentliche Widerholung habe, sondern bloß eine monatliche. Eine Woche zu planen ist machbar für mich, aber wenn ich für 4 Wochen im Vorraus planen muss, dann vergesse ich es, es ist einfach zu durcheinander. Ach wie gerne hätte ich eine geregelte Woche und ein richtiges Wochenende….

    • Hi Sandra,
      den Wunsch nach Regelmässigkeit kann ich gut nachvollziehen. Ich habe nur etwa ein Jahr lang mal im Schichtdienst gearbeitet. Das fand ich körperlich anstrengend, aber für mich hatte es auch tolle Seiten – ich konnte zum Beispiel Schwimmen gehen, wenn sonst niemand im Schwimmbad war und tagsüber im Park lesen.
      Früher (=vor dem Kind) habe ich auch eher so geputzt aufgeräumt wie Du – irgendwo angefangen und dann eine Großaktion gemacht. Super daran ist, dass es wirklich mal überall sauber und aufgeräumt ist und man das Gefühl hat, richtig was geschafft zu haben. Bei uns ist an jedem beliebigen Tag (höchstens) ein Zimmer sauber. Und: mit Kind geht das nicht mehr, weil man die Aktion nicht zu Ende bekommt sondern 12 angefangene Projekte herumliegen… Lieben Gruß!
      Ich plane Mahlzeiten etc ja auch immer nur für eine Woche.

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