Konsumauszeit im November

Konsumauszeit im November – ernsthaft? In diesem Jahr wollte ich mit guter Planung dem Vorweihnachtsstress entgehen. Voller Tatendrang schon im November alle Geschenke kaufen und sonstige Weihnachtsvorbereitungen treffen. Als ich das erste Mal von Apfelmädchen und sadfsh #Konsumauszeit las war deshalb klar, dass das nichts für mich ist. Extern gesetzte Challenges kommen nicht zur richtigen Zeit, und überhaupt, wie soll das gehen als Familie in der VorVorweihnachtszeit?

Konsumauszeit… kann nicht schaden

Doch dann… machen andere Familien auch mit, Bloggerinen mit größeren und komplexeren Familien als ich sie habe. Und mal ehrlich, gut gebrauchen kann ich eine solche Challenge immer mal wieder. Zwar habe ich nicht übermässig konsumiert, aber auch nicht besonders kritisch. Urlaubslaunen, Umstandsmode und immer öfter das Sandwich in der Mittagspause. Ich tappe noch immer oft in die Kinderbuch- und die SpielsachenKauffalle. Auch von zero waste bin ich dank Trägheit und mangelder Planung gerade weit entfernt. Bewusster geht noch, auch wenn es der Geldbeutel nicht verlangt.

Die Regeln – denkbar einfach und abwandelbar

Die Regeln für die Konsumauszeit sind einfach und einsteigerfreundlich:

  • 30 Tage lang nichts Neues kaufen
  • ausgenommen sind: Lebensmittel, Drogerie-/Haushaltsartikel (nur wenn vorheriges Produkt aufgebraucht ist), Ausflüge und Aktivitäten
  • Wenn etwas Wichtiges kaputt geht: erst reparieren, ansonsten ersetzen (wenn möglich gebraucht)
  • Leihen und Tauschen sind nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht!

Mitmachende verändern die Regeln ihren Lebensumständen entsprechend. Mama denkt rage bastelt trotzdem Adventskalendar, Fräulein im Glück Birgit konzentriert sich auf Vorräte, und Sabrina von Holzhütteneinblicke macht sogar für Weihnachtsgeschenke eine Ausnahme.

Verzichten ist blöd – was gewinne ich dazu?

Die Rebellin in mir ruft trotzig: Verzicht ist aber blöd! und um mich für die Challenge zu begeistern schaue ich auf das, was die Konsumauszeit mir bringt, nicht, was sie mir weg nimmt.

Mehr Zeit – Vielleicht. Denn ich habe nicht das Gefühl, viel Zeit in Läden/Onlineläden herum zu hängen. Aber weniger geht immer

Mehr Bedenkzeit – Natürlich kaufe ich Weihnachtsgeschenke sonst auch noch nicht im November. Das muss in diesem Jahr nicht anders sein. Da ich generell nicht vielen Menschen etwas schenke, erlaubt mir die Konsumauszeit, noch besser darüber nachzudenken, was genau ich verschenken will. Diese Dinge wird es im Dezember noch geben (puh!).

Mehr Übersicht – Dinge aufbrauchen, um mehr Uebersicht zu haben, muss ich immer wieder. Vor allem Lebensmittel, aber auch Bastelmaterialien für die Kleine sammeln sich an.

Mehr Zufriedenheit – Mit dem, was ich habe. Dank Marie Kondo habe ich generell weniger das Gefühl, zusätzliche Dinge zu brauchen, doch noch einmal bewusst auf das Kaufen von Neuem zu verzichten wird das Gefühl vielleicht noch verstärken.

Mehr Plan – Die letzten Monate waren intensiv, bisweilen chaotisch, und gute Angewohnheiten – Mittagessen mit ins Büro nehmen, auf trashiges Zuckerzeug verzichten, verpackungsarm einkaufen – sind den Bach runter gegange. Vielleicht schafft die Konsumauszeit zusätliche Motivation.

Auch ich werde die Regeln leicht abwandeln. Der Adventskalendar ist zwar so gut wie befüllt (also, theoretisch). Doch wenn mir für Miss Bee das langersehnte Puppenhaus gebraucht über den Weg läuft, werde ich es anschaffen. Zum Frisör geht’s auch (das zählt bei mir allerdings fast schon als Erlebnis).

Und Ihr, macht Ihr mit? 

Herzliche Grüße

Daija

2 Kommentare

  1. Wieso ist ein Friseurbesuch ein Erlebnis? Gehst du so selten hin? Ist bei mir leider nicht möglich. Ich werde im Dezember nochmal müssen.

    Umstandsmode kann aber ja auch ggf. gut aufgetragen werden, oder muss. Durfte nach dem Kaiserschnitt nix tragen, was an die Narbe kommt und trag jetzt erstmal meine Hosen auf. Die Leggings finde ich grundsätzlich bequemer, als normale. Die hab ich mir schon unschwanger lieber gekauft.
    Ich kaufe jetzt auch keine Kleidung mehr, dass hatte ich aber vor der Konsumauszeit schon beschlossen.
    LG Nanne

  2. Liebe Nanne

    ja, dafür, dass ich meine Haare kurz trage, gehe ich selten, einfach, weil ich meine Zeit lieber anders nutze.

    Ich denke, manche Anschaffungen waren nötig (z.B. die Umstandsmode), aber ich habe im Rückblick auch gemerkt, dass ich mir wenig Gedanken um meinen Konsum gemacht habe – oder, nein, vielleicht eher wenig Mühe. Die vergangenen Monate waren anstrengend, und so war ich hauptsächlich im „normalen“ Supermarkt einkaufen (= viel Müll) und habe viel online bestellt (= wenig nachhaltig, insbesondere sozial). Das ist alles kein Beinbruch, könnte aber besser sein. Das hat mich bewogen, letztlich doch mitzumachen.

    Und ja, ich erinnere mich auch, dass ich noch einige Monate in der Schwangerschaftsmode verbrachte. Bin gespannt, wie es diemal wird.

    Alles Liebe
    Daija

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