Little M ist 1!

Mehr als ein Jahr ist es her, dass die kleine M zu uns kam. Es war ein bewegtes Jahr für uns, kein einfacher, in vieler Hinsicht aber auch ein Schönes. Nicht viel von dem was wir erlebt und ich gedacht habe, hat es auf den Blog geschafft. Die Entwicklungen auf der Welt – Flüchtlingsströme, Brexit, Trump – machen mich sprachlos.

Auch wenn uns diese Dinge direkt betreffen (brauchen wir bald Visa? Lassen wir die Mädchen in Großbritannien einbürgern? Gibt es Großbritannien nächste Jahr überhaupt noch? Wollen wir in einem Land bleiben in dem wir von vielen nicht willkommen sind? Wohin gehen wir sonst, wenn die USA als (zweites) Heimatland in den nächsten vier Jahren keine Option mehr sind?) geht das Leben hier natürlich trotzdem in all seiner Alltäglichkeit weiter. Vor Kurzem haben wir Little Ms ersten Geburtstag gefeiert. Ganz klein und unspektakulär, wie man es wohl nur am ersten Geburtstag wirklich kann.

Merklich wird aus meinem Baby ein Kleinkind. Sie äußert ihr Missfallen lautstark, wenn ich es wage, sie vom meiner Hüfte herunter auf den Fußboden oder in ihren Hochstuhl zu setzen. Und wirft sich auf den Boden, wenn Miss Bee ihr einen Filzstift aus der Hand nimmt.

Beim zweiten Kind ist alles anders

Für Eltern, die glauben, sie hätten es im Zusammenleben oder der Erziehung mit dem Kind besonders gut gemacht empfehle ich ein zweites Kind (oder ein Drittes). Dann zeigt sich vielleicht, dass babygeleitete Beikost Einführung nicht unbedingt dazu führt, dass ein Kind alles isst. Miss Bee war eine unkomplizierte Esserin, Little M schlief dagegen schon früh in einem für Erwachsene angenehmen Rhythmus. Dafür schmeißt sie Essen von ihrem Tablett als gäbe es kein Morgen. Später isst sie die Sachen dann vom Fußboden, wenn ich nicht schnell genug fege und wische. Oder dass ein gelassenes Kleinkind einfach ein sonniges Naturell hat, und nicht Produkt eines besonders achtsamen Umgangs ist.

 

Die Schwestern verstehen sich gut. Besucher beobachten Eifersucht bei Miss Bee, ich sehe Fürsorge und Geduld. Realität ist das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten; ich sehe eine liebevolle große Schwester, die unsere Aufmerksamkeit nach wie vor braucht. Die natürlich nicht nur mit ihrer Babyschwester spielen, sondern ihren Interessen nachgehen möchte. Die es stört, wenn Little M ihre Bastelmaterialien erkundet und ihre Stifte vom Tisch schmeißt. Das finde ich nachvollziehbar.

Ein Gefühl bleibt – als Familie sind wir jetzt komplett. Die Dynamik zu Viert finde ich wunderbar.

2 Kommentare

  1. Ach, hier ist eine Nr. 2 noch kein Thema, aber im Nachdenken ob es überhaupt Thema werden soll, mekre ich immer, dass sich die 2 passend anfühlt. Dass ich das noch einmal will und dann aber gut ist – für uns. Ich bin da sehr gespannt drauf wie es mit einem anderen Baby ist. Bei einigen Sachen wünsche ich es mir anders, und bei anderen Sachen wird es bestimmt ungewünscht anders sein!
    lg Nanne

    • Ich finde es toll, zu Viert zu sein. Insgesamt finde ich als Mutter beim zweiten Mal eigentlich alles einfacher. Abgesehen vielleicht vom Haushaltsmanagement. Liegt vielleicht daran, dass ich jetzt mehr arbeite als nach der ersten Elternzeit.
      Ich hoffe, Dir geht’s gut, liebe Nanne.

      Viele Grüße
      Daija

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