Schlagwort: entrümpeln

Wird man mit dem Aufräumen nie fertig?

Vor nunmehr zwei Jahren habe ich unsere Wohnung einmal komplett nach der KonMari Methode entrümpelt. Bin ich nun, wie Marie Kondo verspricht, für immer mit dem Aufräumen durch?

Ja, und nein.

Zu keinem Zeitpunkt könnte hier “Schöner Wohnen” vorbei kommen um für ihre nächste Ausgabe Fotos in der gesamten Wohnung schießen. Wir leben als Familie mit zwei kleinen Kindern zusammen, und das sieht man auch. Immer. Ein Platz für alles und alles an seinem Platz, ist die goldene Regel der Ordnung. Der erste Teil funktioniert hier gut, der zweite weniger. Unser Alltag funktioniert nicht so, dass ich jedes Teil sofort nach der Benutzung zurückstelle. Weiterlesen

Gedanken zwischen Umzugskartons

 

Kaum zu glauben, dass wir vor sieben Jahren mit ein paar Koffern umgezogen sind, sagt mein Mann, während er auf die Umzugskartons starrt. 26 sind es bis jetzt, und wir sind noch nicht fertig.

Ob das, was wir besitzen, nun viel oder wenig ist für eine 4köpfige Familie in West Europa weiß ich nicht. Wenn ich Nerven wie Drahtseile hätte, wäre dies eine gute Gelegenheit, unsere Dinge zu zählen, doch mit zwei Kindern ist es aufwändig genug, überhaupt Kisten zu packen.

Was mir auffällt

Ich kann mühelos fünf Kisten Spielzeug einpacken ohne dass wir es beim Spielen merken. Miss Bee malt, klebt, bastelt. Alle anderen Dinge werden phasenweise aus dem Regal heraus geholt. Little M hat ein kleines Körbchen mit Spielsachen, doch auch bei ihr merke ich, dass sie bereits zu viel zum Spielen hat. Weiterlesen

Chaosfreies Kinderzimmer = chaosfreie Wohnung?

In Großbritannien kann man auch fensterlose Räume als Schlafzimmer vermieten. Wir haben so ein Zimmer. Der Plan war, dass wir das Elternschlafzimmer in diesen düsteren Raum verlegen, sobald Miss Bee alt genug ist, um in einem eigenen Zimmer zu schlafen. Doch schnell stellte sich heraus, dass unser LerchenKind am Besten an einem Ort schläft, an dem sie nicht von den ersten Sonnenstrahlen geweckt wird. Auch Mittags war es kein Problem für sie, dort einzuschlafen (für mich auch nicht).

Als Spielzimmer eignet sich dieses Zimmer natürlich nicht. Es ist ein Schlafort, in dem Stofftiere, ihre Kleidung, ihre Bücher, und, weil noch Platz ist, einige Bastelmaterialien wohnen. Gespielt wird, wo wir alle zusammen leben: im Wohnzimmer. Weiterlesen

Langfristige Erfolge mit Marie Kondos Magic Cleaning

Marie Kondos Magic Cleaning Methode verspricht, dass man nie wieder aufräumen muss, wenn man einmal nach der Methode ausgemistet hat. Ist unser Heim sechs Monate nach Abschluss meines eigenen Magic Cleanings eine Oase der Ruhe und Ordnung ohne jeglichen Überfluss und voller Dinge, die mich bei ihrem Anblick mit Freude erfüllen?

Ja, und nein.

Alte Gewohnheiten sterben langsam
Wer heute in unserer Wohnung kommt wird nicht vor lauter Sauberkeit umkommen. Auch nach einem gründlichen Ausmisten muss man täglich all jene Dinge wieder an ihren Platz zurückstellen, die man benutzt hat – Wassergläser, Zahnbürste – als auch Dinge entsorgen, die ihren Zweck getan haben – Tomatendosen, Einkaufszettel etc. Auch wenn ich in dieser Hinsicht Fortschritte gemacht habe fällt mir das erstaunlich schwer. Ich bin nicht von Natur aus ordentlich und werde dazu noch oft genug mitten in einer Aufgabe unterbrochen („Huuuungeeer!“ „Mama, ich muss Pipi (…). Nein, du musst mitkommen!“), sodass oft irgendetwas irgendwo liegen bleibt.

Marie Kondo hat keine Kinder und einen wohlerzogenen Partner
Ich jammere auf hohem Niveau – ich habe nur ein Kind, und Miss Bee ist wahrlich keine Sammlerin, aber WAS DIESE KINDER ALLES ANSCHLEPPEN: Papierkram aus dem Kindergarten, Gebasteltes aus Recyclingmaterialien, Plastikgeschirr, -obst, -figuren, Billigstifte und allgemeinen Ramsch, den sie irgendwo geschenkt bekommen. Dazu wachsen sie immerzu aus irgendetwas – Klamotten, Spielsachen, Bücher – raus, was man dann ersetzen muss. Einmal aufgeräumt, immer aufgeräumt ist jedenfalls was Anderes. Heute glaube ich, dass man in einem Haushalt mit Kindern mit einer gewissen Unordnung leben muss. Weiterlesen

Treibholz – Lieblingslinks der Woche

Auf dem Blog ist es gerade sehr still. An Ideen fehlt es mir nicht, nur an Zeit für die Umsetzung. Glücklicherweise schreiben andere Leute tolle Sachen, daher werde ich meine Lieblingslinks wieder ab und zu posten.

Kinder und Ordnung
Noch ein Erfahrungsbericht zu Marie Kondos Buch ‚Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert: Kylie schreibt auf ‚How we Montessori‘ von Aufräumen mit Kindern. Es zeigt sich, dass Marie Kondos Gedanken gut zu denen Maria Montessoris passen. Kleinkinder haben einen Sinn für Ordnung und können und sollten helfen, aufzuräumen und auswählen, mit welchen Spielsachen sie noch spielen, welche Kleidungsstücke nicht mehr passen. Gute Gedanken zu einem Work in Progress.

Eine Puppe selbst machen? In der Gruppe geht es leichter.
Ich bin kein DIY Typ. Und Miss Bee hat von ihrer Patentante eine Puppe zu Weihnachten bekommen, die sie liebt. Weiterlesen

Fertig aufgeräumt – und nun?

Die Sequenz der letzten Yogastunde konzentrierte sich auf Variationen von Natarajasana, dem tanzenden Shiva. Während wir unsere Herzen öffneten und schwitzen, erklärte die Yogalehrerin, dass der Tanz Shivas ein Akt der Zerstörung sei. Im Hinduismus gibt es die Idee eines wiederkehrenden Zyklus, in dem die drei Hauptgötter die Welt gestalten. Brahma ist der Schöpfer des Neuen, Vishnu der Bewahrer des Bestehenden und Shiva der Zerstörer oder Wandler. Es sei oft schmerzhaft, das Alte gehen zu lassen, doch ebendiese Zerstörung sei notwendig, damit etwas Neues entstehen kann.

Ausmisten ist zerstören

Während der großen KonMari Aktion sah es in unserer Wohnung manchmal so aus, als ob eine tanzende indischen Gottheit zu Besuch ist. Jetzt ist das Alte ausgeräumt und die Grundordnung vorhanden, die ich vorher vermisst habe. Ich habe in den vergangenen Wochen Vieles losgelassen, was mir nicht mehr dienlich war. Das war oft leicht, weil ich zum Loslassen bereit war, und manchmal schwer. Mit dem Ausmisten bin ich fertig. Und jetzt? Weiterlesen

KonMari im Praxistest – ein Fazit

Manchmal ist die Zeit reif für eine größere, drastische Veränderungen, oder Aktionen. In den vergangenen Wochen habe ich hochmotiviert meiner persönlichen Habseligkeiten angenommen. Nach dem Buch von Marie Kondo Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert habe ich Kleidung, Bücher, Papiere, Kleinkram und Erinnerungsstücke* und Babykleidung aussortiert. Jetzt habe ich fertig. Zeit, Bilanz zu ziehen.

Was mir an der KonMari Methode gefallen hat

  • Aus den Dingen, die ich besitze, die auszuwählen, die ich behalten möchte, nicht die, die ich loswerden könnte oder sollte. Dieses fundamentale Umschalten der Denkweise war wirklich hilfreich. Wie Tanja in einem Kommentar so schön schrieb: Ich will meine kostbare Lebenszeit nicht damit verbringen, Sachen zu tragen, die ich nicht mag. Weiterlesen