Schlagwort: Gewohnheiten

5 saucoole, megaeinfache Nachhaltigkeits-Hacks, die ich früher uncool fand

Nachhaltiger leben ist in vieler Hinsicht echt mühsam. Um verpackungsfrei einzukaufen muss man leere Glasgefäße weite Wege zum Unverpacktladen schleppen – und dann voll wieder zurück. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder besser noch zu Fuß. So wird der Einkauf zum Tagesprojekt. Im März regional und saisonal zu kochen bedeutet vor allem: Möhren, Möhren, Möhren. Flugreisen gehen nicht, Kaffee eigentlich auch nicht. Nachhaltig leben ist anstrengend und ziemlich spaßfrei – oder? Weiterlesen

Buchbesprechung Sarah Schill – Anständig leben

Wenn Sarah Schill in „Anständig leben: Mein Selbstversuch rund um Massenkonsum, Plastikmüll und glückliche Schweine“ ihre Lebenssituation beschreibt, finde ich mich in vielem wieder. Ich habe kein Auto, keinen Wäschetrockner, ein Mann, ein Kind und lebe in einer zugigen Altbauwohnung. Und, wie der Autorin, beschert auch mir eine Berechnung meines ökologischen Fußabdrucks einen Schock. Der ökologischen Fußabdruck des Durchschnittsdeutschen liegt bei 5.1ha, Sarah Schills bei 5.32ha, mein eigener, dank des alljährlichen Langstreckenflugs über den grossen Teich um die Familie meines Mannes zu besuchen, bei über 6ha. Wir bräuchten fast drei Erden wenn jeder so leben wollen würde wie der Durchschnittsdeutsche es derzeit tun, 4, wenn jeder wie ich einmal im Jahr auf einen anderen Kontinent fliegen würde. 1,8 ha wäre ein fairer Fußabdruck, der allen Menschen auf der Welt zu stünde, ohne das wir dabei unsere Erde zugrunde richten.

Ein Selbstexperiment zum besseren Leben in drei Akten
Nach ihrer Berechnung entschließt sich Sarah Schill zu einem Selbstexperiment in drei Akten. Weiterlesen

Familie gestalten – ein Giveaway für Mütter

Es ist einfach, auf Autopilot geschaltet durch die Tage zu hetzen. Vor Weihnachten, in den letzten Wochen vor meiner Elternzeit, schielte ich oft mit einem Auge auf die To Do Liste, während ich das andere auf den Duploturm richtete und so tat, als spielte ich mit Miss Bee. Doch, Ihr kennt das sicher auch, wer zwei Dinge auf einmal tut, macht keines von ganzem Herzen. Das Gegenteil eines achtsamen Lebens.

Raus aus dem Autopilot dank Selbstcoaching
Manchmal ist frau zur richtigen Zeit am richtigen (virtuellen) Ort und so wurde ich Anfang Dezember Testerin von Sonjas zweiten E-Kurs „Familie gestalten“. Sonja ist Dipl. Pädagogin und Coach und schreibt auf dem wertvoll Blog über Selbstcoaching, Familienleben und die schönen Dinge des Alltags. Der Kurs richtet sich an Frauen, die ihre Rolle als Mutter erkunden und ihren Familienalltag bewusst gestalten wollen. Also genau das Richtige, um aus dem Autopilot-Modus raus zu kommen. Weiterlesen

Fertig aufgeräumt – und nun?

Die Sequenz der letzten Yogastunde konzentrierte sich auf Variationen von Natarajasana, dem tanzenden Shiva. Während wir unsere Herzen öffneten und schwitzen, erklärte die Yogalehrerin, dass der Tanz Shivas ein Akt der Zerstörung sei. Im Hinduismus gibt es die Idee eines wiederkehrenden Zyklus, in dem die drei Hauptgötter die Welt gestalten. Brahma ist der Schöpfer des Neuen, Vishnu der Bewahrer des Bestehenden und Shiva der Zerstörer oder Wandler. Es sei oft schmerzhaft, das Alte gehen zu lassen, doch ebendiese Zerstörung sei notwendig, damit etwas Neues entstehen kann.

Ausmisten ist zerstören

Während der großen KonMari Aktion sah es in unserer Wohnung manchmal so aus, als ob eine tanzende indischen Gottheit zu Besuch ist. Jetzt ist das Alte ausgeräumt und die Grundordnung vorhanden, die ich vorher vermisst habe. Ich habe in den vergangenen Wochen Vieles losgelassen, was mir nicht mehr dienlich war. Das war oft leicht, weil ich zum Loslassen bereit war, und manchmal schwer. Mit dem Ausmisten bin ich fertig. Und jetzt? Weiterlesen

Kleinkram und die Selbsterkenntnis

„Reduce until something clicks“ – Marie Kondo

Komono – unter dem Begriff fasst Marie Kondo den Kleinkram zusammen, der sich in einem Haushalt findet – DVDs/CDs, Makeup, Accessoires, Wertgegenstände, elektronische Geräte, Haushaltsgegenstände, Vorräte, Hobbykram, usw. Im ersten Entwurf dieses Blogposts habe ich detailliert aufgelistet, wie ich die einzelnen Kleinkramkategorien anging. Das war ziemlich langatmig und begann, zwanghaft zu klingen. Dann dachte ich – Ihr wollt weder wissen, dass ich keine CDs hatte, noch, dass ich meinen Modeschmuck sowieso nie getragen habe.

Um es kürzer zu machen – mein Fazit:
Diese Kategorie lädt zum Schummeln ein. Schummeln sich rechen – schliesslich wird sich Marie Kondos Versprechen, man müsse nie wieder aufräumen, nur einlösen, wenn man sich genau an ihre Regeln hält. Weiterlesen

Das richtige und das gute Leben

Oder: Warum aus mir wohl nie eine Zero-Waste-Ikone wird.

Am Samstag sah ich einen Filmclip über Bea Johnson*, eine Ikone der Zero-Waste-Bewegung. Der Film gibt einen Einblick in das Leben der vierköpfigen Familie Johnson, die in Kalifornien lebt und pro Jahr nur einen Liter Abfall produziert. Zu einem Leben ohn Müll kommt sie mit dem Motte: „Refuse, reduce, reuse, recycle, rot (and only in that order)“ – Ablehnen, Reduzieren, Wiederverwenden, Recyclen, Kompostieren (und nur in dieser Reihenfolge. Die Johnsons lehnen ab, was sie nicht brauchen, reduziere was sie brauchen, verwerte wieder was sie benutzen, recyclen, was sie nicht ablehnen, reduzieren oder wiederverwenden können und kompostieren den Rest. Im Fernsehen sieht ihr Leben sicher noch extremer aus, als es tatsächlich ist. Das Familienauto ist nur kurz zu sehen, das traurige Gesicht ihres Sohnes im Teenageralter, der nie neue Klamotten bekommt sondern nur Second-Hand-Kleidung, dafür um so länger. Fernsehen halt.

Der Film weckte gemischte Gefühle in mir – natürlich wäre es lobenswert, wenn wir als Familie weniger als 30l Müll in der Woche produzieren würden. Weiterlesen

Adventskalender – Türchen 4: Feiere den Augenblick

Was würdest Du heute tun, wenn Du wüsstest, dass Du das Weihnachtsfest in diesem Jahr nicht mehr erleben würdest? Hinter dem Gefrierschrank putzen oder Deiner Oma einen Brief schreiben? 

Hinter dem vierten Türchen des „Mehr geben als Nehmen“ Adventskalenders versteckt sich mein Beitrag zum Leben im Moment zum bewussten Genuß des Augenblicks. Hier geht es zum Beitrag.